zur Startseite

Home

Hintergrund

ESF-Projekt

Forschung

Seminare

Links, Literatur

Kontakt

Neu

Suche

 

Grundig Akademie

Grundig Akademie
Gruppe

Impressum

 

Hintergrund

Ein Weg, auf Veränderungen zu reagieren

Die Veränderungen in den Wirtschaftsprozessen sind auch am Mittelstand nicht vorbei gegangen: Der Wettbewerb ist härter geworden, der Markt hat sich verändert. Expertenlei-stung alleine ist heute nicht mehr gefragt. Abnehmer verlangen nach kompletten Baugruppen, „alles aus einer Hand“ und umfassenden Wertschöpfungsketten, die sich selbst organisieren. Höhere Flexibilität und Geschwindigkeit sowie komplexe Innovationskompetenz werden als selbstverständlich vorausgesetzt. Forderungen, die ein Mittelstandsbetrieb alleine heute nicht mehr erfüllen kann. Die Kosten und Risiken wären zu hoch.

Hier bieten Kooperationen insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen eine Möglichkeit, sich an Marktbedingungen anzupassen, die sich im Zug der Globalisierung von Wirtschaftsprozessen immer schneller verändern. Kooperationen können helfen, rationeller zu arbeiten und begrenzte Leistungspaletten zu ergänzen. Sie bündeln die Spezialisierungen der Partner und eröffnen damit allen Beteiligten zusätzliche Marktchancen. Mehr noch: Da jeder Partner vom Know-how der Anderen lernt und profitiert, werden Kooperation für Unternehmen zum Medium des Wissenstransfers. Kooperationen sind also ein gutes Mittel, unternehmerische Chancen in einer schwierigen Zeit zu verbessern und gleichzeitig die Risiken auf mehrere Schultern zu verteilen, also für das einzelne Unternehmen zu reduzieren. Sie sind eine Antwort der „Kleinen“ auf den Trend zu immer größeren Unternehmen, die zunehmend die Spielregeln bestimmen.
Die meisten mittelständischen Unternehmer glauben zwar, dass Kooperationen in der Tat die Wettbewerbsfähigkeit ihres Betriebes stärken würde. Trotzdem sind Kooperationen immer noch nicht besonders zahlreich. In der Praxis arbeiten noch viel zu wenig Mittelständler in Verbünden zusammen.

An erster Stelle steht die Angst, die Unabhängigkeit des eigenen Unternehmens aufzugeben.
Ein weiterer Grund für die Zurückhaltung ist die Unsicherheit, wie sich Kooperationen in die Praxis umsetzen lassen, welche Risiken damit verbundenen sind und wie Kooperationen auch in schwierigen Zeiten aufrecht erhalten werden können.

Kooperationen verlangen zunächst Veränder-ungsbereitschaft. Wer die Vorteile von Kooperationen erkennen und für sein Unternehmen nutzen will, darf nicht bedingungslos auf überholten Einzelkämpfer-Devisen beharren: „Das haben wir schon immer so gemacht…“. Der Nutzen macht Kooperationen interessant: Der Pro-Kopf-Umsatz innerhalb von Verbünden liegt im Schnitt um ca. 14,5 % höher als in einem isoliert arbeitenden Mittelstandsbetrieb. Das durchschnittliche Umsatzwachstum im Verbund liegt etwa 3 % höher gegenüber nicht kooperierenden Betrieben. Kosten werden geteilt, Risiken minimiert.

Unser Angebot will Ihnen das notwendige Wissen für die Zusammenarbeit in Kooperationen vermitteln und den Raum bieten, zusammen mit anderen Kooperationswilligen, Verhaltensweisen und Methoden zu trainieren, die für eine Zusammenarbeit erfolgversprechend sind.

Ziel und Nutzen von Kooperationen

Das Hauptziel einer Kooperation liegt darin, dass sich Kompetenzen und wirtschaftliche Beziehungen von Unternehmen komplementär, also verstärkend ergänzen, um für alle Beteiligten eine bessere Position im Wettbewerb zu erreichen.

Es gibt die unterschiedlichsten Arten von Kooperation. Das kann beim Informationsaus-tausch zwischen zwei Unternehmern anfangen und hinführen bis zur Gründung eines gemeinsamen Unternehmens. Das Grundprinzip und der Nutzen von Kooperationen beruht immer darauf, dass die gemeinsame Leistungsfähigkeit größer ist als die Summe aller Einzelleistungen (Synergieeffekt).

Typisch für Kooperationen sind dabei folgende Merkmale:

Kooperationen sind
freiwillig vereinbarte,
eindeutig festgelegte,
auf längere Dauer geplante
Gemeinschaftsmaßnahmenvon mehreren Unternehmen
außerhalb einer üblichen Geschäftsbeziehung.

Die Partnerunternehmen gliedern hierzu einzelne oder mehrere Funktionen, die sie selbst nicht optimal erfüllen können, ganz oder teilweise aus und führen sie in Kooperation mit anderen Unternehmen durch.

Über eine angestrebte Ressourcenbündelung in typischen Bereichen wie Technik, Produktion, Know-how, Beschaffung, Qualifizierung, Logistik usw. hinaus bietet eine Kooperation erhebliche Lerneffekte für alle Beteiligten.

Sie bietet auch aufgrund der Aufgabenverteilung Ansätze
zur Risikostreuung (z.B. durch Gemeinschaftsinvestition)
zum Fehlerausgleich (z.B. durch Erfahrungs-Weitergabe)
zur Leistungssteigerung (z.B. durch Konzentration auf Kernkompetenzen)
zur Kostenreduzierung (z.B. durch Kapazitätsausgleich)
zur Markterweiterung (z.B. aufgrund erweiterter Kompetenzen).