Forschung an der GRUNDIG AKADEMIE
Global gewordene Wirtschaftsprozesse haben zu komplexen Veränderungen im Arbeitsleben geführt. Diese Entwicklung führt auch zu neuen Herausforderungen für Weiterbildungseinrichtungen. Hierzu gehört, frühzeitig neue Themen zu erkennen, für die ein Qualifizierungsbedarf absehbar ist, Grundlagen für neue Qualifizierungskonzepte zu erarbeiten und auch bedarfsgerecht neue Transfermethoden für den Wissens-Transfer zu entwickeln.
Die GRUNDIG AKADEMIE als eine der großen Weiterbildungseinrichtungen in Deutschland aus der Wirtschaft für die Wirtschaft stellt sich dieser Thematik. Aktuell insbesondere zu den Konsequenzen, die sich aus dem gegenwärtigen Strukturwandel in der Wirtschaft abzeichnen.
Erwerbsarbeit in Deutschland
In der Bundesrepublik Deutschland stellen drei erkennbare Entwicklungslinien das bisher vorhandene Gefüge der Erwerbsarbeit vor tiefgreifende Herausforderungen:
- Das Wegfallen von Betriebsgrenzen und ein Wandel der Betriebsstrukturen und Organisationsformen hin zu dezentralen kleinen Einheiten und zu wachsenden Kooperations- und Innovationserfordernissen in Netzwerken.
- Die Veränderung von Beschäftigungsverhältnissen, wobei zunehmend traditionelle Arbeitsverhältnisse durch neue Arbeits- und Beschäftigungsformen mit flexiblen Vertrags- und Zeitstrukturen ersetzt werden.
- Dem inhaltlichen Wandel der Erwerbsarbeit mit mehr Selbstständigkeit, mehr Eigenverantwortung, weniger „Sicherheit“, aber auch mehr Erfolgsbeteiligung. Dies wird verbunden sein mit neuen Formen von Arbeits- und Arbeitszeitgestaltung, aber auch mit neuen Formen einer Freizeitgestaltung.
Die bisherigen Konzepte, Normen und Regeln in der Arbeitsgesellschaft bieten heute zu oft keine adäquaten Lösungsansätze und Antworten mehr auf die Herausforderungen, die mit den gegenwärtigen Veränderungsprozessen und dem Entstehen einer „Neuen Ökonomie“ einhergehen.
Eins ist aber sicher dabei: Die Entwicklung und der Einsatz menschlicher Ressourcen wird zu einem entscheidenden Faktor des Unternehmenserfolges. Die betroffenen Menschen werden die Handlungs- und Wandlungsfähigkeit von Unternehmen nicht nur „mitbestimmen“, sondern entscheidend bestimmen.
Herausforderungen für die Zukunft
Um in der globalen Wirtschaft erfolgreich zu sein, ist es nicht mehr ausreichend, mit Werkzeugen, Methoden und Strukturen eines vergangenen Industriezeitalters zu arbeiten. Wir müssen uns vielmehr bewusst werden, dass die Entwicklung und der Einsatz menschlicher Ressourcen zum entscheidenden Erfolgsfaktor für Unternehmen wird. Die Handlungsfähigkeit und Flexibilität von Unternehmen wird ganz erheblich von den Fähigkeiten und Potenzialen der Mitarbeiter bestimmt werden.
Bisherige Ergebnisse aus der Arbeitsforschung werfen dabei die Frage auf, wie die „Mitarbeiter von morgen“ auf neue, spezifische Belastungs- und Anforderungssituationen vorbereitet werden können und welche Unterstützung beispielsweise arbeitsbegleitende Weiterbildung bieten kann oder muss, um die Situation besser bewältigen zu können. Neu ist immerhin in diesem Veränderungsprozess, dass zunehmend Schlüsselqualifikationen von allen Mitarbeitern erwartet werden, die bisher vorrangig von Führungskräften erwartet wurden.
Unser Arbeitsansatz
Bisherige arbeitswissenschaftliche Forschungsarbeiten haben sich intensiv mit den Bedürfnissen von Unternehmen im gegenwärtigen Wandel der Wirtschaftsprozesse beschäftigt. Im Gegensatz dazu betrachten wir in unserem aktuellen Forschungsprojekt erstmalig die Bedürfnisse von Mitarbeitern in mittelständischen Unternehmen, die ja sehr stark von den dargestellten Veränderungsprozessen betroffen sind. Als führende Weiterbildungseinrichtung sehen wir uns verpflichtet, frühzeitig auf Veränderungsprozesse einzugehen, die letztlich auch unser Bildungsangebot betreffen und bei Bedarf eben auch neue Inhalte und ggf. neue Wege zu erforschen wie hier.
Projektergebnisse
„Veränderte Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter in kooperierenden und vernetzten Mittelstandsunternehmen“ gefördert durch die Otto Brenner Stiftung
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